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Alles „Premium“ oder was?! – Reloaded

Beinahe eineinhalb Jahre ist es nun schon her, dass ich hier auf Geocaching-MS.de einen sehr umfangreichen Beitrag zur Verteilung der Account-Typen auf Geocaching.com veröffentlichte. Aus verschiedenen Gründen hat mich das Thema nun erneut gereizt.

Erste Version des Artikels im Februar 2014

Damals untersuchte ich anhand einer Stichprobe von 100.000 zufällig ausgewählten Accounts auf Geocaching.com die Verteilung der Account-Typen. Mein persönliches Interesse lag dabei vor allem am Bestand der Premium Member und der „Karteileichen“, die über die Jahre auf Geocaching.com entstanden.
Zum Zeitpunkt der Stichprobe im Februar 2014 gab es etwa 8,865 Millionen Accounts auf Geocaching.com. Da jedem Account eine einzigartige fortlaufende ID zugeordnet ist, konnte ich aus diesem Bereich 100.000 zufällige IDs erstellen, mit denen ich dann über eine Auslesesoftware verschiedene öffentliche Accountdaten erfassen konnte.

Ein neuer Versuch

Dieser Auslesesoftware bediente ich mich bei meinem erneuten Versuch vor ein paar Tagen erneut. Diesmal war eine Rahmenbedingungen allerdings etwas verändert: So gibt es inzwischen rund 5 Millionen Accounts mehr, als im Februar 2014. Eine exorbitante Steigerung innerhalb eines solch kurzen Zeitraums. Vor ein paar Wochen schrieb ich bereits zu diesem neuen Boom an zusätzlichen Accounts einen anderen Beitrag hier im Blog.
Dies veranlasste mich unter anderem die Anzahl der IDs für die Stichprobe zu erhöhen. So sollten diesmal nicht nur 100.000, sondern 500.000 Accounts analysiert werden, um die Stichprobe aussagekräftiger und vor allem repräsentativer zu gestalten. Denn bei etwa 14 Millionen Accounts dürfte eine zufällig gezogene Stichprobe von 500.000 Accounts mehr als ausreichend sein, um die Realität nahezu abzubilden.

Verschiedene Computer erfassten über mehrere Tage all diese Daten. In einer Excel-Datei zusammengeführt, ergeben sie samt verschiedener Berechnungen und Analysen inzwischen rund 35 Megabyte.

Generelle Verteilung von Account-Typen auf Geocaching.com

Mein erstes Interesse galt der generellen Verteilung der verschiedenen Account-Typen. Vielleicht hatte sich ja im Laufe der knapp 18 Monate seit dem letzten Artikel zu dem Thema ja etwas Grundlegendes verändert.

2015_08_verteilung_aller_accounts Weiterlesen →

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Boom: Extrem viele neue Geocaching-Accounts

Vor nunmehr fast drei Jahren schrieb ich hier auf Geocaching-MS.de einen Beitrag zu einem zurückgehenden Trend der Neuanmeldungen auf Geocaching.com. Die deutlich abgeschwächte Zuwachsrate bei den Accounts vom Jahr 2010 auf das Jahr 2011 ließ mich damals zu der, aus heutiger Sicht unsinnigen, Schlussbemerkung kommen, dass „bei den Neuanmeldungen auf Geocaching.com so langsam das Limit erreicht“ zu sein scheint. Wohlweislich setzte ich damals hinter die Überschrift „Geocaching.com … flacht der ‚Boom‘ ab?“ bereits ein Fragezeichen. 😉

Und es boomt doch – Fehler erkannt und korrigiert

Meinen Fehler in der Interpretation der Zahlen des zuvor genannten Artikels korrigierte ich bereits zu Beginn des vergangenen Jahres 2014 in einem erneuten Beitrag zu dem Thema. Unter dem Titel „Der Geocaching-Boom flacht ab?! Alles Quatsch!“ stellte ich fest, dass meine Schlussfolgerungen aus dem Jahr 2012 nicht zutreffend waren. Es stellte sich sogar heraus, dass das Gegenteil der Fall war: Seit Erscheinen meines ersten Artikels zu dem Thema stieg die Zahl neu erstellter Accounts auf Geocaching.com so stark, wie nie zuvor.

Nix abgeschwächter Boom ... massive Zuwächse in 2013So zeigte sich, dass im Jahr 2013 die Zahl neuer Accounts im Vergleich zum Vorjahr so stark zunahm, wie zuletzt jährlich im bisherigen Boom-Zeitraum von 2008-2010. In den Jahren 2011 und 2012 sank die Zuwachsrate dagegen deutlich. Dass es dann in 2013 erneut einen solchen Aufschwung gegeben hat, wundert mich noch heute. Worauf dieser zurückzuführen ist, kann ich bestenfalls raten: Geocaching-Apps für Smartphones, vor allem die Einführung der kostenlosen „Geocaching Intro App“ durch Groundspeak im Jahr 2012.

Neue Ansichten und Einsichten

Seit damals hat sich mein eigenes Cacheverhalten deutlich verändert. So ziehe ich inzwischen nur noch recht selten los, um zu cachen. Der Reiz ist über die Zeit irgendwie verloren gegangen, wobei es hier und da doch noch Spaß macht gemeinsam mit anderen oder im Urlaub auf die Suche zu gehen. Dadurch hat sich offenbar auch meine persönliche Wahrnehmung in punkto Geocaching gewandelt.
So ging ich vor wenigen Tagen noch davon aus, dass sich Geocaching bald überlebt habe und der Boom und Höhepunkt nun wirklich … endgültig … ein für alle mal … usw. vorüber sei. Spätestens jetzt würde es mit Geocaching quantitativ den Bach hinunter gehen (qualitativ ist ein ganz anderes Thema … ;-)).
Aber da habe ich dann wohl mal wieder voreilig den Mund zu voll genommen und mich selbst eines besseren belehrt. Denn tatsächlich stieg die Zahl neuer Accounts auf Geocaching.com im vergangenen Jahr 2014 so massiv an, wie nie zuvor. Über 2,86 Mio. neue Accounts wurden auf der populärsten Geocaching-Plattform erstellt. Damit wurden über 1 Millionen mehr Accounts neu erstellt, als noch im Vorjahreszeitraum (2013: 1,85 Mio.). Das bedeutet einen Zuwachs von ca. 54% im Vergleich zum Vorjahr. Ein in meinen Augen krasser Wert, wenn man bedenkt, wie lange Geocaching bereits existiert. Das sind Zuwächse, wie man sie wenn überhaupt nur noch aus den Anfangsjahren kennt, als Geocaching im mehr oder weniger Geheimen langsam aber sicher an Fahrt aufnahm.Auch in 2014 hält der erneute Boom an Weiterlesen →

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Zahlen, Daten, Fakten – Das Cache-Jahr 2014 in Münster

Alle Jahre wieder wird gezählt, was sich in Münster im abgelaufenen Jahr so in Sachen Geocaching getan hat. In diesem Jahr kommt der Artikel zur statistischen Auswertung der letztjährigen Entwicklung etwas verspätet. Aber aufgrund der noch laufenden Wahl zum „Geocache Award Münster 2014“ ist das Thema ja irgendwie immer noch aktuell.

Zurück zu „alter Größe“?

In Münster wurden im Jahr 2014 insgesamt 261 Geocaches veröffentlicht. Von dieser Rechnung sind Event-Caches ausgenommen. Lediglich Tradis, Multis, Mysterys, Letterbox-Caches, Wherigos und Earth-Caches wurden hier summiert. Mit Stand vom 12. Februar 2015 gibt es laut Project-GC.com in Münster exakt 752 veröffentlichte Caches. Im vergangenen Jahr erschien in Münster mit 261 Geocaches, abzüglich 54 bereits wieder archivierter Dosen, somit etwas mehr als ein Viertel aller derzeit veröffentlichten Geocaches auf dem Stadtgebiet. Dieser Wert stellt zwar sicherlich kein Bestwert in der Münsteraner Cachehistorie dar, dagegen dürfte aber die Anzahl aller derzeit aktiven Geocaches in Münster zu den Maximalwerten zählen.

2015_02_verteilung_cachetypen

Im Vergleich zum Vorjahr (2013: 240 Caches) wurden ganze 18 Geocaches (+7,5%) mehr veröffentlicht. Dabei haben sich alle Werte in Bezug auf die Verteilung der Cachetypen deutlich verändert. Vor allem der Anteil der Tradis stieg wieder auf Werte von vor zwei Jahren an. Eine Entwicklung, die ich persönlich nicht erwartet hätte. Vor allem vor dem Hintergrund, dass bei der aktuell hohen Anzahl versteckter Dosen, die Anzahl der Abstandskonflikte auch so hoch sein muss, wie nie zuvor. Ebenfalls hätte ich vor der Auswertung auch niemals erwartet, dass der Anteil der Mystery-Caches so deutlich zurückgehen würde.

  • Traditional Caches:
    Absolute Zahlen: 119 (2013) ⇒ 150 (2014) = +26%
    Anteil an der Gesamtmenge: 50% (2013) ⇒ 57,5% (2014) = +4,5%
  • Multi Caches:
    Absolute Zahlen: 33 (2013) ⇒ 31 (2014) = -6%
    Anteil an der Gesamtmenge: 14% (2013) ⇒ 11,9% (2014) = -2,1%
  • Mystery Caches:
    Absolute Zahlen: 89 (2013) ⇒ 76 (2014) = -14,6%
    Anteil an der Gesamtmenge: 37% (2013) ⇒ 29,1% (2014) = -7,9%

2015_02_entwicklung_publishzahlen Weiterlesen →

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„Es geht nur gemeinsam!“

So oder so ähnlich lautete in den vergangenen sechs Tagen der Messe „Jagd & Hund 2015“ am Stand der Geocacher in der Regel das Fazit von Jägern, Grundbesitzern und Waldbauern nach einem Gespräch mit uns. Vor allem auf Seiten der Jägerschaft herrscht inzwischen offenbar ein tiefes Verständnis Der Infostandfür unser Hobby vor und dass es bei Problemen mit Geocaches an sensiblen Orten immer das Beste sei, miteinander zu reden. Die Dialogarbeit auf verschiedenen Ebenen in den letzten Jahren zeigt daher meiner Meinung nach deutliche Erfolge auf. Von einem wirklichen Gegeneinander war auf Europas größter Jagdmesse nichts mehr zu spüren.

Geocacher auf der Jagdmesse 2015 … vor allem dank der Geocaching-Vereine

Wie bereits in meinem letzten Beitrag beschrieben, waren wir Geocacher in diesem Jahr nicht zum ersten Mal auf der „Jagd & Hund“ vertreten. Im Jahr 2012 fand unter Beteiligung von Groundspeak auf Einladung des Landesjagdverbandes NRW der erste Messeauftritt statt. Im Jahr 2013 wurden wir erneut eingeladen und waren ebenfalls wieder mit verschiedenen Geocachern vertreten, die unser Hobby der Jägerschaft einerseits erklärten und andererseits Wege aufzeigten, wie Konflikte konstruktiv zu vermeiden bzw. zu lösen sein. Weiterlesen →

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Geocacher suchen den Dialog mit Jagd und Forst

In den Medien liest man immer wieder, dass wir Geocacher ein ausgemachtes Feindbild Jägern, Förstern und Waldbesitzern seien. Verfolgt man die deutsche Presse zu dem Thema ein wenig, so fällt vor allem immer wieder auf, dass die Medien gerne einseitig berichten, wenn es zu Konflikten rund um das (angebliche) Spannungsverhältnis von Geocaching und Naturnutzung geht. beispielartikelFür die Medien ist das natürlich immer ein gefundenes Fressen, aber es verzerrt sehr oft einfach die Wirklichkeit und so wird immer wieder für Unmut auf Seiten von uns Geocachern und Jagd, Forst und Waldbesitzern gesorgt.

In den letzten Jahren wurden seitens der Geocacher zahlreiche Versuche unternommen den Dialog mit der oft zitierten „Gegenseite“, also Jägern, Förstern und Waldbesitzern, zu suchen. Seit dem Jahr 2012 bestehen in dieser Hinsicht auch enge Verknüpfungen. So wurde unser Hobby im Jahr 2012 erstmals auf der Messe „Jagd & Hund“ in Dortmund auf Einladung des Landesjagdverbandes NRW präsentiert. So sollten beide Parteien direkt ins Gespräch kommen. Und das klappte auch schon sehr gut. Im weiteren Verlauf präsentierten sich Geocacher auch auf anderen Veranstaltungen von Jagd und Forst. Dabei kam es immer wieder zu guten Gesprächen, Ängste und Vorurteile konnten abgebaut werden und Probleme aus der Welt geschafft werden.
Folgerichtig präsentierten sich Geocacher auch im Jahr 2013 wieder auf der Messe „Jagd & Hund“. Aus persönlicher Erfahrung zweier Messetage kann ich ebenfalls fast ausschließlich durchweg Positives berichten. In einem Blogbeitrag nach meinem Messebesuch hatte ich damals meine Eindrücke und Schlussfolgerungen festgehalten und veröffentlicht. Weiterlesen →

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„Jeder spielt das Spiel, wie er will!“

Aktuell zähle ich mich wirklich nicht zu den aktivsten Geocachern. Es gab Zeiten da ging ich (nahezu) täglich los und suchte vor allem in Münster und Umgebung eine Dose nach der anderen. Aber Interessen ändern sich nunmal und so verlor Geocaching für mich mit der Zeit ein klein wenig an Reiz. Trotzdem suche ich natürlich auch weiterhin immer mal wieder den ein oder anderen Geocache, lege selbst welche aus und versuche vor allem thematisch am Ball zu bleiben. Dies gelingt mir unter anderem durch die Mitgliedschaft in verschiedenen Facebookgruppen, die sich um das Thema Geocaching drehen. Aber auch durch Foren, Blogs und Podcasts klicke, lese und höre ich mich relativ regelmäßig durch.

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Ein beliebig ausgewählter Facebook-Kommentar zu einem aktuell strittigen GC-Thema.

Dabei fiel mir in letzter Zeit immer wieder folgende Formulierung auf: „Jeder spielt das Spiel, wie er will!“. So oder so ähnlich lautet vielfach die Antwort auf kritische Beiträge und Kommentare zum (zweifelhaften) Verhalten mancher Geocacher bei der Ausübung ihres Hobbies. Ein auf den ersten Blick durchaus schlüssiges Argument … „chacun a sa façon“. Das Ganze ist ein Spiel, Menschen sind verschieden, wer bin ich anderen vorzuschreiben, wie sie etwas machen sollen usw …

Warum auch immer, aber mir stößt dieses angebliche „Argument“ der absolut freien Hobbyausübung immer mehr auf. Das mag vielleicht daran liegen, dass es stets nur dann verwendet wird, wenn sich jemand kritisch über andere Geocacher bzw. deren Verhalten auslässt und man dann damit totschlagmäßig dagegen halten kann. Zudem fallen in diesem Zusammenhang gerne auch mal so Formulierungen wie „Moralapostel“ oder „Cacherpolizei“. Da ist der Zusammenhang zu so anderen seltsamen „Reflexen“ der Cacherszene, wie zum Beispiel das Stichwort „Denunziantentum“ rund ums Geocaching schon recht naheliegend. Auch hierbei gab es zum Teil Reaktionen von Cachern auf kritische Beiträge anderer Cacher, wenn diese zum Beispiel unpassende Versteckorte oder naturschädigende Caches anprangerten. Ich kann davon selbst ein Lied singen … Weiterlesen →

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