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Lost Place-Caching – Schmerzhafte Lehrstunde

Am gestrigen Sonntag verschlug es mich gemeinsam mit einem Münsteraner Cacher-Kollegen Richtung Osnabrück zum Lost Place-Caching rund um den Hauptbahnhof. Da das Wetter bescheiden bis beschissen war, fiel unsere eigentlich geplante Caching-Radtour aus und so ging es per Bahn nach Osnabrück. Dort sollte per pedes 5-6 Lost Place-Caches aufgesucht und nach Möglichkeit auch gefunden werden.

Der verregnete Start lag im Südosten des Hauptbahnhofs auf ehemaligen Bahngelände beim Cache „Atombunker OS“. Weiter sollte es dann über den nahen LP-Cache „Güterbahnhof Osnabrück“ und ein paar Dosen der „Firma“ LPC Immobilien gehen. Allerdings war das aktive Cachen an dem Tag für mich bereits vor dem „Güterbahnhof Osnabrück“ beendet. Löcher im Boden und fehlende Aufmerksamkeit waren Schuld.

Nach dem „Atombunker“-Cache zog es uns zunächst zum dazugehörigen Mystery-Bonus, dessen Koordinaten wir im Hauptcache fanden. Dort angekommen war nicht direkt klar, wo zu suchen sei. Bei der Erkundung des Geländes und Gebäudes wurde alles mögliche abgesucht.
Wie des Öfteren üblich war auch hier eine zum Teil eine starke Überwucherung der Anlage mit Dornenbüschen vorhanden. So konnte ich nicht bei jedem Schritt sicher gehen, dass unter dem Gestrüpp auch wirklich ein fester Untergrund war, der mich tragen würde. Eigentlich ist mir das sichere Verhalten und Suchen beim Lost Place-Cachen durchaus bekannt. Aber hier fehlte scheinbar die Konzentration vollkommen. So trat ich auf und dabei ins Leere.
Reflexartig versuchte ich den ca. 1 Meter tiefen Sturz durch den Betonboden durch das Greifen der Dornenstränge abzufedern. Tatsächlich war dann auch nach einem Meter der Boden erreicht, meine Hände dagegen aber blutig und aufgerissen. Handschuhe wären hier sicher sinnvoll gewesen.
Somit war der Tag für mich gelaufen und ich konnte dem Cacher-Kollegen nur noch moralisch beistehen.

Für die Zukunft ist dank dieser schmerzhaften Lehrstunde und der bisherigen LP-Erfahrungen bei allen Lost Places vor allem Vor- und Umsicht angesagt. Folgende Grundregeln werde ich daher versuchen einzuhalten:

  • niemals alleine einen Lost Place-Cache angehen;
  • wenn im Listing das Wort „Vorsicht“ vorkommt, dann hat das meist auch seine Berechtigung;
  • die im Listing benannte Ausrüstung ist dort meist aus gutem Grund aufgelistet;
  • ein Handy gehört definitiv zur Grundausstattung;
  • bei scheinbar gefährlichen LPs gehört für mich inzwischen auch eine Vorab-Info an Verwandte oder Freunde dazu, also nach dem Motto „Wenn ich mich bis 22 Uhr nicht gemeldet habe, dann ist was passiert und ich bin an diesem oder jenem Ort.“;
  • ein oder mehrere Pflaster mitzunehmen, kann nicht schaden!

Mal schauen, wann der nächste verlassene Ort aufgesucht wird und ob die genannten „Regeln“ dann auch umgesetzt werden und das Schlimmste vermeiden können.

Autor: ehnatnor | Jens

Hier schreibt "ehnatnor", im normalen Leben hin und wieder auch mit "Jens" ansprechbar, rund ums Geocaching in Münster. Das Ganze kann aber auch weitere Kreise ziehen ... Du findest mich auch bei Facebook, Twitter und Google+.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Jens,
    auch ich bin ein begeisterter Jäger nach verlassenden Gebäuden. Hab auch schon einige entweder alleine oder mit einem Eisenbahnfreund aufgesucht. BW Rheine, BW Bochum, BW Herne (ist inzwischen abgesrissen) BW Herne. Am interessantesten war es in Dortmund Hafen. Hättest Du mal Interesse auf eine gemeinsame Entdeckungstour?
    Gruß aus Münster- Blitzdorf
    Lars

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