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Die Einschläge kommen näher – Archivierungen bei Münster

Zugegeben … der Titel klingt etwas drastisch und ist natürlich auch leicht übertrieben. 😉 Aber das war heute Vormittag der erste Gedanke, der mir durch den Kopf schoss, als mehrere Archivierungsmails von Geocaches nahe Münster in meinem E-Mail-Postfach aufpoppten.
Der NRW-Reviewer Obelodalix archivierte vier Geocaches im Bereich des Naturschutzgebietes Heidbusch zwischen Telgte und Everswinkel mit folgenden Worten:

Hallo,
der Grundstückseigentümer hat sich bei uns gemeldet. Er teilte uns mit, dass er diesen Geocache auf seinem Grundstück nicht wünscht.
Aus den Richtlinien: „Du holst Dir die Erlaubnis des Grundbesitzers und / oder der Gemeinde / Kommune ein, bevor Du einen Cache auf Privatbesitz oder Gemeindeeigentum versteckst.“ Quelle: (http://www.gc-reviewer.de/guidelines/legen-eines-geocaches/)
Dies ist entweder nicht erfolgt bzw. mit der Meldung des Eigentümers widerrufen worden.

Daher wird dieses Listing hiermit archiviert.
Bitte denke an das entfernen der Stationen. (Reviewer-Log)

Nachgefragt beim Reviewer Obelodalix

Da ich bereits zu einer deutlich umfangreicheren „Archivierungswelle“ in den Baumbergen im Westen von Münster im Frühjahr 2012 einen Blog-Artikel verfasst hatte und dazu Kontakt mit Obelodalix aufnahm, schrieb ich ihn nun wieder an. Weiterlesen →

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Aus der Rubrik „Unnützes Wissen“ – Pre-Publish-FTF

Vor rund einem Jahr steckte ich mit einigen anderen Geocachern aus Münster und der Region mitten in den Vorbereitungen zum großen Cache Rallye-Event (GC3CRM2), welches im Juni 2012 in Münster stattfinden sollte. Im Januar und Februar erstellten wir das Listing und sprachen dieses und jenes mit dem zuständigen Reviewer ab. Unter anderem auch den Publish-Termin. Standardmäßig schrieben wir dazu den gewünschten Termin vorab in eckige Klammern in den Titel des Cache-Listings. Dabei fiel uns allerdings erstmals eine Besonderheit auf, die zuvor niemand von uns jemals beachtet hatte: der Cachetitel des unveröffentlichten Listings erschien komplett in der Kurzübersicht der fünf zuletzt betrachteten Cache-Listings („Recently viewed caches“) auf der ersten Profil-Seite. Zwar mit einem roten Ausrufezeichen versehen, aber halt sichtbar.
Schnell probierten wir, ob dies auch von anderen Profilen aus zu sehen sei. Dabei stellten wir fest, dass jedes unveröffentlichte Listing bei Kenntnis des GC-Codes, der ID oder GUID so „aufgerufen“ werden kann. Nicht nur eigene Listings.
Wir änderten den Titel des Event-Listings daraufhin wieder ab und nahmen das Datum heraus, da der Publishtermin geheim bleiben sollte.

„Bug-Report“ an Groundspeak

Aber diese „Entdeckung“ ließ mich nicht los und ich fragte mich, ob dies nicht ein Fehler seitens Groundspeak sei. Ich war dann mal so frei und schrieb die Damen und Herren in Seattle an, um ihnen meine Entdeckung mitzuteilen. Vielleicht war diese Tatsache dort ja noch nicht bekannt. Die Einführung der „Recently viewed caches“ (Mitte Januar 2012) lag ja noch nicht allzu lange zurück. Weiterlesen →

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2012 … Fazit eines Geocaching-Bloggers

Als ich im Sommer 2011 mit diesem Blog aufgrund eines großen Events in Münster startete, dachte ich nicht im Traum daran, dass ich jetzt, eineinhalb Jahre später immer noch meine Gedanken und Erfahrungen rund um das Thema Geocaching in die Welt posaune. 😉
Tatsächlich sind seit damals 31 Artikel hier im Blog entstanden, die mal mehr, mal weniger gut waren. Gerade das Finden von eigenen Themen erschien mir zu Anfang doch recht schwer und daher zweifelte ich zuerst, ob noch ein Geocaching-Blog wirklich sinnvoll ist. Vor allem, wenn man nichts mitzuteilen hat.
Ich entwickelte meinen eigenen Stil, wenn ich es so nennen darf, und suchte mir unter den unzähligen Geocaching-Blogs meinen Bereich aus. Mit der Konzentration auf das Geocaching in Münster fahre ich seitdem gefühlt ganz gut.
Im Jahr 2012 habe ich meinen Themenbereich jedoch erweitert. Zum einen habe ich ein paar Artikel zu meinen neuen GPS-Geräten (Garmin eTrex 30 und Oregon 450) verfasst und zum anderen hat mich, wie manch anderen auch, das Spannungsfeld zwischen Geocaching und Naturschutz gepackt. Besonders zum letzten Thema sind viele der Artikel dieses Jahres entstanden. Weiterlesen →

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Erfahrungen eines „selbstherrlichen Oberlehrers“ – Kritisch loggen unter erschwerten Bedingungen

Am 18. November 2012 besuchte ich in Eschweiler das Geocaching-Event „ART 2012„. Mit zahlreichen Geocachern, Experten von Behörden, Forst, Jagd und Naturschutz wurden über einige Stunden die Auswirkungen des Geocachings auf Flora und Fauna diskutiert. Interessante Workshops, eine Waldführung, lockere Gespräche mit den Experten und eine große Podiumsdiskussion sorgten für einen interessanten Tag. Mit einem Teil der Veranstalter führte ich vorab ein Interview zur Eventplanung und Tipps für Nachmacher.
Im Rahmen der zum Teil kontroversen Podiumsdiskussion kam man irgendwann auf das Thema Selbstkontrolle zu sprechen. Der NRW-Reviewer eigengott, welcher an der Podiumsdiskussion teilnahm, prangerte an, dass die Community der Geocacher bei problematischen Caches viel öfter den kritischen Blick bzw. Log wagen sollte. Nur so könne man der vermeintlichen „Gegenseite“ zeigen, dass eine spezielle Regulierung von außen nicht notwendig ist.

Dabei kamen wir zwangsläufig auf das Thema der „Needs Archived“-Logs (NA-Logs) zu sprechen. Diese Thematik hat für mich im Jahr 2012 erstmals eine nicht unerhebliche Rolle gespielt. Um einen entsprechenden Blog-Artikel zu verfassen, sammelte ich alle NA-Logs von Juni bis September im Umkreis von 80 km rund um Münster und untersuchte sie auf verschiedene Merkmale. So wollte ich feststellen, wie sich die Gründe für NA-Logs prozentual verteilen, wie „erfolgreich“ NA-Logs in der Regel sind und wie hoch der Anteil der NA-bedingten Archivierung durch den Reviewer ist. Weiterlesen →

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In der Nachfolge der GecKo … ART 2012 – Ein Interview

Vor ziemlich genau fünf Monaten fand in Schwerte die erste „GecKo„, kurz für Geocaching Konferenz, statt. Über ein ganzes Wochenende wurden verschiedene Workshops, Veranstaltungen und eine große Podiumsdiskussion rund um die Themen Naturschutz und Dialog mit Jagd und Forst angeboten. Das sehr engagierte Orga-Team veranstaltete somit das bis dato größte Event zu diesem heiß diskutierten Themenbereich. Der inhaltliche Höhepunkt war die Podiumsdiskussion, welche mit hochkarätigen Teilnehmern aus Jagd und Forst, Wissenschaft und Naturschutz glänzte. Auch die Reviewer waren hier, durch den Bremer Reviewer stash-lab, vertreten. Das Ergebnis dieser Podiumsdiskussion fasste ich nach dem Besuch des Events in einem Blogartikel zusammen: Kommunikation ist das Stichwort!

Die Reaktionen auf die GecKo waren vielfältig und in den Wochen nach dem Event beschäftigten sich viele Blogs und Podcasts mit der Veranstaltung. Der Grundtenor war durchweg, dass wir Geocacher mehr Dialog mit der vermeintlichen „Gegenseite“ wagen sollten. Nur so könnten mögliche Probleme schon im Vorfeld aus dem Weg geräumt werden. Die Formulierung „Sprechenden Menschen kann geholfen werden“ machte mehrfach die Runde.

Wie der Dialog in der Nachfolge der GecKo nun aussehen kann, wollen die Organisatoren der ART 2012 zeigen. Mit ihrem Event am 18. November 2012 in Eschweiler wollen sie Geocacher, Jäger, Förster, Behörden und Naturschützer an einen (runden) Tisch bringen, um gemeinsam über lokale Probleme zu diskutieren. „Miteinander statt Gegeneinander“ ist die Devise.
Wie bei der GecKo gibt es auch hier verschiedene Workshops zum Thema und eine Podiumsdiskussion. Anders als bei der überregionalen GecKo dürfte der inhaltliche Schwerpunkt aber auf dem „Smalltalk“ (Programmpunkt „Am Tisch mit …“) liegen. Dabei sollen in einer gemeinsamen Runde lokale und regionale Probleme auf den Tisch kommen und mit Vertretern der Behörden und aus Jagd, Forst und Naturschutz diskutiert werden.
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Apropos „Reviewerwillkür“ … Beitragsempfehlung

Vor gut zwei Monaten wurde ein relativ populärer Multicache im nördlichen Ruhrgebeit aufgrund von Verstößen gegen die Guidelines durch den Reviewer eigengott archiviert. Diese „Zwangsarchivierung“ brachte für einige Geocacher (vor allem) in NRW offenbar das Fass in Bezug auf einige Reviewer zum Überlaufen. Und so brach vor allem in den sozialen Netzwerken über Tage und Wochen hinweg ein Sturm der Entrüstung los. Diese fand nach wenigen seriösen, oftmals extrem unqualifizierten oder gar beleidigenden Beiträgen und Kommentaren im Netz ihren „Höhepunkt“ in einer Boykottaktion einiger Cacheowner, die ihre Geocaches für 10 Tage deaktivierten. Verbunden mit einem Aufruf sollte so ein Zeichen gegen „Reviewerwillkür“ gesetzt werden. Weiterlesen →

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