Permalink

off

Neues Rad … ab zum Codieren!

Der ein oder andere hatte es bestimmt schon mitbekommen oder zumindest in manch einem Cache-Log gelesen, dass ich über einen längeren Zeitraum ohne einen (vernünftigen) fahrbaren Untersatz unterwegs war. Ende 2010 versagte mit dem einsetzenden Winter das erste Rad. Bei einem „Höllenritt“ Richtung Sprakel zu einem neuen Nachtcache im vergangenen März gab dann das Ersatzrad mitten in der Pampa seinen Geist auf und wollte sich dann nur noch schiebend fortbewegen lassen. Diverse Reparaturen, in Werkstätten und in Eigenregie, halfen immer nur wenige Wochen.

Kurz vor Beginn des (kalendarischen) Sommers gab ich dann letztlich komplett verzweifelt auf und wollte keine erneuten Reparaturversuche wagen. Ein neues Rad musste her!
Da ich jahrelang immer nur Hollandräder gefahren bin, mich aber künftig ein wenig sportlicher, sprich schneller fortbewegen wollte, war erst mal Beratung und Information angesagt. Ketten- oder Nabenschaltung, Trekking- oder Cityrad, Rahmenhöhe usw. … einige Themen standen an, mit denen man sich sonst nicht unbedingt beschäftigt. Nach reichlich Internetrecherche und Besuchen bei diversen Münsteraner Händlern stand fest, dass es ein neues Trekkingrad der Hamburger Firma Bergamont geben sollte. Genauer gesagt das Bergamont Horizon N8. Das Rad wurde zu einem noch erträglichen Preis bei Fahrrad Hürter an der Hammer Straße gekauft. Und soviel sei gesagt, es fährt sich absolut super!

Mit dem neuen Rad kamen aber auch die Fragen zur Sicherheit und wie man auf einen eventuellen Diebstahl reagieren könnte. Schließlich ist Münster bundesweiter Spitzenreiter, was den Fahrraddiebstahl betrifft. Bei mehr als einem Drittel aller Diebstahldelikte in Münster handelt es sich um einen Fahrrad-Diebstahl. Die Aufklärungsquote der Münsteraner Polizei schwankt seit Jahren zwischen 6%-10%.
Um im Fall der Fälle bestens gerüstet zu sein, habe ich mich entschlossen das Rad codieren zu lassen. Einerseits wird das Rad zwar bereits vom Händler bei der Polizei gemeldet und auch ich habe selbst eine Online-Registrierung des Rades bei der Polizei Münster vorgenommen, aber eine physische Rahmencodierung erschien mir zusätzlich sehr sinnvoll. Hier wird vor allem auf Abschreckung gesetzt. Der sichtbar eingravierte Code samt Aufkleber soll mögliche Täter schon im Vorfeld von dem Diebstahl des Rades abhalten. So zumindest die Ideal-Vorstellung.

Für die Codierung des Rahmens nutzte ich einen der monatlichen Termine des örtlichen ADFC. Gegen eine geringen Gebühr wurde mein senkrechtes Rahmenrohr gut sichtbar mit einem 16-stelligen alphanumerischen Code versehen, der in verschlüsselter Form die Stadt, Straße, Hausnummer und Initialen des Fahrradbesitzers enthält. Über den Code wurde zur Abschreckung noch ein „Finger weg!“-Aufkleber gesetzt.

Ob sich dieser ganze Aufwand letztlich lohnt und mögliche Diebe abschreckt, weiß ich natürlich nicht. Schaden kann es aber sicher nicht… 😉

Autor: ehnatnor | Jens

Hier schreibt "ehnatnor", im normalen Leben hin und wieder auch mit "Jens" ansprechbar, rund ums Geocaching in Münster. Das Ganze kann aber auch weitere Kreise ziehen ... Du findest mich auch bei Facebook, Twitter und Google+.

Kommentare sind geschlossen.