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„TourNatur“ in Düsseldorf

Vom 2. bis 4. September fand in Düsseldorf zum neunten Mal die Wander- und Trekkingmesse „TourNatur“ statt. Da ich selbst seit einiger Zeit auf den Verkaufsstart der neu aufgelegten Garmin eTrex-Serie warte, beschloss ich am Starttag die Messe zu besuchen, um vor Ort am Stand von Garmin Deutschland das neue Gerät mal in die Hand zu nehmen.

Bei der (!) Wander- und Trekkingmesse, so dachte ich, müssen heutzutage auch die führenden Hersteller von Navigationsgeräten anwesend sein. Schließlich machen Garmin, Magellan & Co. ihre Umsätze nicht nur mit Geocachern. Also schrieb ich vorab Garmin an, mit der Bitte um Rückmeldung, ob die neuen etrex-Geräte auch am Stand in Düsseldorf gezeigt werden. Leider kam keine Reaktion. Trotzdem machte ich mich morgens per Zug auf den Weg nach Düsseldorf. Das eTicket war für günstige 9 Euro am Vorabend ausgedruckt worden.

Erst vor Ort realisierte ich, dass zur „TourNatur“ auch die bekannte Messe „Caravan Salon“ gehörte, bei der alles rund um Camping und Reisemobile gezeigt wurde. Mit dem Eintrittsticket konnte man beide Messen besuchen.

Zunächst machte ich mich zielstrebig auf den Weg in die Hallen der „TourNatur“. Was ich dort allerdings zunächst zu sehen bekam, enttäuschte mich ein wenig. Zahlreiche Anbieter boten ihre Waren zum großen Messeverkauf an. Anstatt auszustellen zu informieren, glichen die ersten Impressionen der „TourNatur“ einer großen Verkaufsveranstaltung. Damit hatte ich nicht gerechnet.
Erst als ich weiterkam, sah ich die ersten Infostände. Dabei entdeckte ich zunächst den Garmin-Konkurrenten Magellan. Am rund vier Meter breiten Stand wurden vier Outdoor-Navigationsgeräte aus der „eXplorist“-Serie gezeigt. Wenn die GPS-Geräte auch ein wenig verspielt daher kamen und äußerlich wenig mit den entsprechenden Garmin-Geräten gemein hatten, so zeigte sich für mich, dass es sich um durchaus brauchbare Alternativen handelt. Sie liegen allesamt gut in der Hand und sind voll auf Geocaching eingestellt. Der Stand-Mitarbeiter, der mich beriet, war dann auch gleich Feuer und Flamme, als ich ihm erzählte, dass ich auf der Suche nach einem neuen GPS für Geocachen sei. Prompt zog er einen neuen Magellan-Werbe-Travel Bug hervor und überreichte ihn mir.
Er ließ sich anschließend noch ein wenig über Garmin und die verunglückte „Alternativ“-Plattform „opencaching.com“ aus. Dann zog es mich weiter Richtung Garmin-Stand.

Doch dieser Stand war gar nicht so leicht zu finden. Ich drehte Runde um Runde und konnte letztlich doch noch den ebenfalls nur rund 4 Meter breiten Stand des Weltmarktführers (!) in Sachen Navigation entdecken. Allein die Tatsache, dass Garmin so schwach vertreten war schockte mich im ersten Moment ein wenig. Als ich den Stand aber näher in Augenschein nahm, konnte ich kaum glauben, was ich dort sah. Vier Armband-Geräte der „Forerunner“-Serie, ein Montana 650t, ein Oregon 550t, ein Dakota 20, ein GPSmap 62st … aber kein neues eTrex weit und breit. Lediglich die Produktbroschüre warb bereits schon mit der neuen Serie. Sogar ein Produkttester hatte sich dort mit seiner zweifelhaften Werbebotschaft verewigt und das eTrex 10 als besseres Ersatzgerät beschrieben.
Auf Nachfrage beim Standpersonal, wo denn das neue eTrex 30 wäre, gab es lediglich ein Schulterzucken und die Aussagen, dass das Gerät leider nicht ausgestellt werden konnte. Ebenso konnte man mir lediglich sagen, dass die neue Serie irgendwann Ende September oder vielleicht im Oktober auf den deutschen Markt kommt. Die Garmin- Pressemitteilung von Ende Mai sprach noch vom August. Vom Weltmarktführer in Sachen Navigation hätte ich auf der führenden deutschen Wander- und Trekkingmesse etwas mehr erwartet.

Nach der Enttäuschung am Garmin-Stand gesellte ich mich noch zu den Zuhörern einer Präsentation zum Thema GPS. Der Redner erläuterte scheinbar sachkundig, was man heutzutage alles mit den GPS-Signalen aus dem All machen kann. Von Geotagging und Geocaching war die Rede. Leider wurde eine Powerpoint-Präsentation verwendet, die von einem unkundigen „Muggel“ erstellt wurde. Dort war dann nämlich vom allseits beliebten „Geocatching“ die Rede. Was dabei verwunderte, war das Garmin-Logo unten rechts in der Ecke der Powerpoint-Folien.

All das und die somit sinnlos ausgegebenen 9 Euro Eintrittsgeld machten den Tag zu einer großen Enttäuschung.

Autor: ehnatnor | Jens

Hier schreibt "ehnatnor", im normalen Leben hin und wieder auch mit "Jens" ansprechbar, rund ums Geocaching in Münster. Das Ganze kann aber auch weitere Kreise ziehen ... Du findest mich auch bei Facebook, Twitter und Google+.

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