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Adieu Garmin eTrex 30 … hallo Oregon 450!

Ziemlich genau ein Jahr ist es nun her, dass ich meinen ersten ausführlicheren Beitrag zu einen GPS-Gerät der Firma Garmin hier im Blog veröffentlichte. Im Sommer 2011 wurde die neue eTrex-Serie von Garmin angekündigt. Da ich als eTrex h-Veteran diese Baureihe schätzen gelernt hatte, beschloss ich, mir das „Premium“-Modell der neuen Serie anzulegen, das Garmin eTrex 30.

Garmin hatte es mit dem angekündigten Termin der Markteinführung in Deutschland nicht so genau genommen. Und so dauerte es noch einige Monate bis letztlich Anfang November 2011 mein neuer GPS-Empfänger vor mir lag.
Erstmals ein eigenes GPS-Gerät mit Karte und allem, was das Cacher-Herz begehrt. Meine Freude über den Kauf, aber auch die damit verbundene „Überforderung“ mit den vielen neuen Tools, drückte ich damals in Form eines weiteren Blogartikels aus. Allerdings verriet ich in dem Artikel nichts zu meinem Erstaunen, als ich die Verpackung des eTrex 30 das erste Mal öffnete. Als Ausdruck der Verwunderung entfuhr mir im Selbstgespräch ein „Ui, das ist aber klein!“ (oder so ähnlich). 😉
Auch wenn es nicht immer auf die Größe ankommt, so war dies doch immer wieder ein Thema, wenn ich anderen Cachern mein eTrex 30 präsentierte. Mit der Zeit übernahm ich, wohl aufgrund des ständigen Verteidigens dieses Kaufs, meine eigene Argumentation, dass die Bildschirmgröße (176 x 220 Pixel bei einer Diagonale von 2,2 Zoll) für mich vollkommen ausreichend sei und ich kein anderes Gerät haben wolle. Ich schrieb sogar ein drittes Mal einen Artikel über meine guten Erfahrungen mit dem Gerät. Insgeheim wusste ich natürlich, dass dies in gewissem Maße Unsinn war. In Wirklichkeit empfand ich nach einiger Zeit der Benutzung den Bildschirm zu klein, den Kartenaufbau zu lahm und die Bedienung mit dem Joystick viel zu umständlich.

Etwas Neues, Besseres musste her. Und so kam es, dass ich bei Amazon eigentlich nur eine Fotokamera kaufen wollte und auf einmal auch ein Garmin Oregon 450 im Warenkorb liegen hatte. Wie das halt manchmal so ist … 😉
Der Kauf eines Oregon 450 oder 550 hatte mich natürlich schon vor dem Kauf des eTrex 30 gereizt. Aber die Kosten für solch ein Gerät lagen damals für mich zu hoch, als dass sich die Anschaffung in meinen Augen gelohnt hätte. Der Kauf eines Dakotas kam für mich  dagegen nie in Frage. Ende 2011 zahlte ich für das eTrex 30 ungefähr 230€. Die Oregon-Reihe lag da mindestens 100-200€ drüber. Nach dem Preis-Leistungs-Verhältnis war das eTrex 30 daher für mich die erste und logische Wahl. Das Gerät bot die gleichen Funktionen, wie die teurere Oregon- und GPSMap-Reihe und auch die Firmware war sehr ähnlich. Nur der kleine Monitor und die kompliziertere Bedienbarkeit schienen damals das einzige (verschmerzbare) „Manko“ gegenüber den teureren GPS-Empfängern zu sein.

Als ich nun beim Stöbern auf Amazon.de auf das Garmin Oregon 450 stieß und den verdammt niedrigen Preis entdeckte, war ziemlich schnell klar, „jetzt schlägst du zu“. Tatsächlich bestellte ich mir das Gerät als Amazon-Warehouse-Deal für knapp 240€. Eine reine Bauchentscheidung. Die Vernunft hatte sich in diesem Moment komplett abgemeldet. Schließlich hatte ich ja noch ein eTrex 30, welches vollkommen funktionstüchtig war. Ab jetzt würde ich zwei GPS-Empfänger besitzen … also einen zuviel.
Inzwischen kosten beide Geräte bei Amazon.de fast gleich viel: rund 210-220€.

Für das Garmin Oregon 450 entschied ich mich neben dem aktuell niedrigen Preis auch aufgrund seiner Stärken gegenüber dem eTrex 30. Es bietet zum einen eine deutlich intuitivere Bedienung durch den (größeren) Touchscreen (240 x 400 Pixel bei einer Diagonale von 3 Zoll). Mit dem Joystick des eTrex und den Knöpfen an der Seite ist das Gerät gerade beim Radfahren ungemein schwer zu bedienen.
Zum anderen geht der Kartenaufbau beim Oregon spürbar schneller vonstatten. Das eTrex 30 brauchte hier teilweise gefühlt viel zu lang, manchmal einige Sekunden. Dies dürfte auf die, dem Oregon gegenüber, um ca. 50% geringere Prozessor-Geschwindigkeit des eTrex 30 (208 MHz – STA8088EXG) zurückzuführen sein, die ich damals beim Kauf überhaupt nicht beachtet hatte. Das Oregon 450 liefert hier, genauso wie das 550er Modell, über 300 MHz (STA2062 Cartesio). Beim Wandern oder zum Beispiel beim Ablaufen eines Multis fällt dies nicht so ins Gewicht. Aber auf dem Rad oder im Auto kann so etwas schnell zum Nachteil werden, wenn man eine Abfahrt verpasst oder aufgrund des Kartenscrollings einfach etwas übersieht. Das Oregon reagiert hier dem Gespür nach deutlich schneller.

Ich möchte aber abschließend auch nicht die Stärken des Garmin eTrex 30 verschweigen, die das Gerät auch gegenüber dem Oregon 450 immer noch aufweist. So zeigt sich vor allem bei der Ablesbarkeit des Bildschirms ein eklatanter Unterschied zwischen beiden Geräten. Wie üblich bei Garmins Touch-Geräten wirkt der Bildschirm etwas blass und je nach Einfall wird das Tageslicht stark reflektiert. Das mindert die Ablesbarkeit zum Teil enorm. Auch die volle Bildschirmhelligkeit hilft hier manchmal nur bedingt.
Das eTrex 30 ist dagegen in allen Lagen bestens ablesbar. Das konstraststarke Display wirkt selbst bei 50% der Hintergrundbeleuchtung immer noch deutlich besser ablesbar, als das des Oregons. Bei Dunkelheit relativiert sich dieser Vorteil natürlich.
Weiterhin ist das eTrex 30 leichter (eTrex: 142 g | Oregon: 192,7 g) und etwas kleiner (eTrex: 5,4 x 10,3 x 3,3 cm | Oregon: 5,8 x 11,4 x 3,5 cm) als das Oregon 450. Es verfügt zudem über eine deutlich längere Akkulaufzeit (eTrex: max. 25 Stunden | Oregon: max. 16 Stunden).

Alles in allem kann ich nach wie vor eine klare Kaufempfehlung für das eTrex 30 aussprechen. Da hat sich nichts geändert. Aber halt nicht für jedermann. Man muss sich vor dem Kauf Gedanken machen, wie man das GPS-Gerät nutzen wird.
Bei mir zeigte sich über die Distanz eines Jahres, dass das eTrex 30 für mich (!) doch nicht so gut geeignet ist. Da ich es überwiegend auf dem Rad nutzte, hatte ich mit der Bedienung und Prozessor-Geschwindigkeit so meine Probleme. Aber für alle, die das Gerät hauptsächlich nutzen, wenn sie zu Fuß unterwegs sind, ist die Anschaffung zumindest eine gute Option.
Da sich die Preise inzwischen allerdings so stark angeglichen haben, fällt der Preis-Leistungs-Vorteil des eTrex 30 gegenüber dem Oregon 450 weg. Wenn ich mich jetzt noch einmal ganz neu entscheiden müsste … ich würde das Garmin Oregon 450 wählen.

Ganz zum Schluss noch der Hinweis, dass ich mir bewusst bin, dass ich hier zwei GPS-Geräte vergleiche, die ursprünglich nicht der gleichen Kategorie entstammen. Eigentlich wäre ein Vergleich zwischen eTrex 30 und dem Dakota 20 eher angebracht. Letzteres kostet inzwischen aber ebenfalls fast genauso viel, wie ein Oregon 450. Der Kauf eines Dakotas schließt sich für mich daher ganz einfach aus.

Mal gucken, was ich jetzt mit dem eTrex 30 anfange …

 

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Autor: ehnatnor | Jens

Hier schreibt "ehnatnor", im normalen Leben hin und wieder auch mit "Jens" ansprechbar, rund ums Geocaching in Münster. Das Ganze kann aber auch weitere Kreise ziehen ... Du findest mich auch bei Facebook, Twitter und Google+.

24 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo und einen guten Tag aus Erfurt. Ich möchte mir gern ein solches Gerät ( http://www.geocaching-ms.de/2012/10/adieu-garmin-etrex-30-hallo-oregon-450/), da ich gern und viel wandere.

    Das eTrex30 habe ich mir in einem Laden angeschaut. Im Internet fand ich dann, dass es zwei Angebote gibt:
    Garmin GPS Handgerät eTrex30 010-00970-20 und Garmin Bundle GPS Handgerät eTrex30 + Topo Deutschland light 010-00970-23
    Beide Angebote haben den gleichen Preis. Da man ja zum 2. Angebot noch eine Karte bekommt müssen dort doch am Gerät technische Abstriche sein, oder?

    Ich kann den Unterschied leider nicht erkennen. Vielleicht kannst Du helfen. Deine Ausführungen hier fand ich übrigens sehr hilfreich und interessant.

    Viele Grüße und viel Glück.
    Dieter

    • Hallo Dieter,

      danke für dein nettes Feedback!

      Die Geräte der beiden genannten eTrex30-Angebote sind exakt identisch. Die Nummern „010-00970-20“ und „010-00970-23“ geben lediglich die Artikelnummer von Garmin an. Bei der Nummer „010-00970-23“ gibt es einfach nur die Garmin-Karte Topo Germany Light kostenfrei dazu. Dass beide Angebote den gleichen Preis haben, ist nur aktuell so. Vor einigen Wochen waren die Preise noch unterschiedlich. Das Ganze wird vielleicht etwas mit der aktuellen Nachfrage oder dem Weihnachtsgeschäft zu tun haben.
      Da die Preise aktuell identisch sind, würde ich natürlich den Kauf der Variante mit der Topo Germany Light wählen. Ich kennen zwar niemanden, der diesen abgespeckten Kartentyp wirklich nutzt, aber so hat man auf jeden Fall eine kostenfreie Karte mehr. Letztlich nutzen die meisten Leute, die ich kenne eine oder mehrere kostenlose OSM-Karte.

      Wie auch immer du dich entscheiden wirst Dieter, du kannst bei egal, welchem dieser beiden Angebote keinen Fehler machen! 😉

      Viele Grüße aus Münster nach Erfurt,
      Jens

  2. Vielen Dank für den ausführlichen Vergleich und die hilfreichen Bilder!
    Prima gemacht!
    Ich persönlich benötige vor allem Lesbarkeit, tendiere daher mehr zu eTrex 30 oder eTrex Vista (ebay).

    • Hallo Wickie,

      danke für dein nettes Feedback!
      Und wenn die beiden Geräte doch nichts für dich sein sollte, so kann man sie in der Regel zu einem recht guten Preis wieder verkaufen. Die Garmin-Geräte sind meiner Erfahrung nach ziemlich wertstabil.

      Viele Grüße aus Münster,
      Jens

  3. Hallo Jens,
    habe mir zu Weihnachten ein etrex 30 genehmigt. Allerdings bin ich total frustriert. Habe natürlich im Internet herumgesucht und Dich als kompetent gefunden. Nur einige meiner Mängelpunkte sind nachfolgend aufgeführt. Mache ich da etwas falsch, oder bin ich zu blöd für dieses Gerät oder erwarte ich zu viel von ihm?.

    (1) Von Homepage heruntergeladen: TOPO Bayern, die ich benutzen möchte – Profil FREIZEIT (andere Profile wurden nicht getestet)
    (2) Kartendarstellung alles andere nur nicht topographisch u.a. keine Höhenlinien
    (3) Zieleingabe >> Adressen: Abfrage „in welchem Bundesland ist die Adresse?“ – will man „Bayern“ eingeben, kommt bereits bei „B“ die Fehlermeldung: „keine Ergebnisse gefunden….“. Das gilt natürlich auch für das Ausschreiben „BAYERN“ oder „Bayern“
    (4) „Essen und Trinken“: Anzeige von ca. 10 „Naturfreundehäuser“ im Abstand von 23 bis 69 km. Wir haben hier im Umkreis von 10 km vielleicht 50 Gaststätten
    (5) Tankstellen: keine Ergebnisse: “ändern Sie die Suchparameter” – wo und wie?
    (6) Unterkunft: hier tauchen im Abstand ab 7 km mindestens 10 Reitställe auf (wir haben im Umkreis von 7 km mindestens 10 Gasthöfe/Hotels) – soll man in den Boxen schlafen?; unter anderem gibt es hier die Unterkunft „FrÜhstÜcks“
    (7) „Sehenswürdigkeiten“ – Die wirklichen Sehenswürdigkeiten – hier im Umfeld von München gibt es viele davon – fehlen, dafür finden sich hier „Freizeitparks“ und „Erholungsgebiete“.
    (8) Weder Radwege noch Fusswege sind vernünftig dargestellt (irgendwelche Stricheleien; keine Entfernungsbestimmungen möglich, keine Trackings (außer man ist die Strecke bereits vorher gegangen – aber wozu dann GPS?

    Ich habe hier in den Punkten (1)-(8) nur einige der Probleme erwähnt; es gäbe dem noch Vieles hinzuzufügen; aber dafür bleibt mir keine Zeit, nachdem ich bereits während der Feiertage einen riesigen Zeitaufwand betrieben habe um Funktionen zu finden, die auch funktionieren (und dabei meine Familie ziemlich vergrämte).

    Was läuft bei diesem etrex 30 schief? Wozu ist es überhaupt tauglich? Ich war nahe dran, das Gerät – genauso wie ein Benutzer im Internet beschrieben hat – weit weg zu werfen und zu vergessen.
    Da war ja der Dinosaurier von Garmin („GPS 12“), den ich mir vor ca. 10 Jahren anschaffte – obwohl schwer bedienbar – Gold dagegen.

    // Man muss nicht extra betonen, dass das „Handbuch“ auf de Garmin-Homepage oder als Beipack zum etrex seinen Namen nicht verdient //

    Viele Grüße, Georg

  4. Die letzte Antwort klingt ja nicht gut. Kann Jens das bestätigen? Wie ist die Bedienbarkeit auf dem Oregon?
    Danke,
    Steffen

    • ehnatnor | Jens 3. Januar 2013 um 16:47

      Hallo Steffen,

      zum Thema Kartenproblemen habe ich weiter unten eine Antwort geschrieben.

      Zum Thema Bedienbarkeit des Oregon 450 kann ich soviel sagen, dass es mit ein Grund war, warum ich vom eTrex 30 auf das Oregon wechselte. Zwar waren der größere Bildschirm und der deutlich schnellere Prozessor auch wichtig, aber die Touch-Bedienbarkeit des Oregon hat gegenüber der Joystick-Bedienung des eTrex viele Vorteile.
      Allerdings darf man sich das Oregon hier nicht wie ein Smartphone vorstellen. Der Touchscreen ist deutlich behäbiger und es läuft alles nicht so super schnell. Aber im Prinzip ist es in etwa ähnlich zu bedienen, wie ein Smartphone … zum Beispiel kann man zwischen den einzelnen Menüseiten hin und her „wischen“.
      Das Gerät liegt zudem immer noch recht gut in der Hand und passt bei Bedarf sogar noch in die Hosentasche. 😉

      Ich hoffe, dass ich weiterhelfen konnte. Sonst gerne melden!

      Viele Grüße,
      Jens

  5. Hi Georg,
    inzwischen weiter gekommen?
    (1 bis 8) Hast Du für TOPO Bayern extra bezahlt? Der Code, der eventuell zum Etrex 30 mit geliefert wurde, ist nur für eine LIGHT Karte. Die haben laut Internet keine Höhenlinien. Wahrscheinlich fehlen dann auch sinnvolle andere Informationen (Fussgängerwege, Radwege, …).
    Daher überlege ich mir das Etrex 30 nicht als Set zu holen, sondern als Einzelgerät, und lade dann Openstreetmap drauf oder kaufe mir vielleicht doch die TOPO Deutschland Süd dazu.

  6. ehnatnor | Jens 3. Januar 2013 um 16:38

    Hallo Steffen, hallo Wickie,

    eigentlich wollte ich hier unter dem Kommentar von Georg noch schreiben, dass ich ihm inzwischen per Mail weiterhelfen konnte …

    Die Bayern-Light-Karte von Garmin war schuld an den meisten Punkten, die Georg nannte. Solche Suchen stehen und fallen mit der Fülle an Informationen, die eine Karte beinhaltet. Die Light-Karte ist da recht beschränkt.
    Ich hatte mein eTrex 30 auch als Set mit der NRW-Light-Karte gekauft, habe sie aber mehr oder weniger direkt durch eine OpenStreetMap von kleineisel.de ersetzt. Damit fahre ich seit letztem Jahr immer noch sehr gut!

    Ob man nun das Set kaufen sollte oder nicht, hängt meiner Meinung nach vom Preis ab. Mehr als 10€ extra würde ich für die Light-Karte nicht investieren. In letzter Zeit waren beide Modelle (mit und ohne Light-Karte) aber oftmals gleich teuer.

    Viele Grüße,
    Jens

  7. Halle, Dieter Heuke,
    da ich in Weimar kein Geschäft gefunden habe, in dem es Geräte für Geocaching zu kaufen gibt:
    wo kann ich in Erfurt solche bekommen?
    Dank und beste Grüße – Christa

  8. Eine sehr interessante Seite hier! Mich würde einmal interessieren, ob beide Geräte (etrex30 und Oregon450) 1. Chirp-fähig, 2. Wherigo-fähig und 3. eine Peilfunktion haben. Dazu findet sich in div. Produktinfos nichts.

    Ich danke euch schon mal für eine Antwort.

    Nemo

    • ehnatnor | Jens 14. Januar 2013 um 05:16

      Hallo KptnNemo,

      danke für dein Feedback!

      Zu deinen Fragen: beide Geräte sind Chirp-fähig, mit Wherigos kann von beiden nur das Oregon umgehen (hier empfehle ich aber eher die Verwendung eines Smartphones, sofern vorhanden) und mit beiden Geräten kann man bestens Peilen.

      Viele Grüße,
      Jens

  9. Christof | Laogai 17. Januar 2013 um 22:34

    Einen ganz herzlichen Dank für diesen bebilderten Vergleich der beiden Geräte! Genau danach hatte ich im WWW gestöbert und er beantwortet auch fast alle meine Fragen. Nur eine bleibt noch: Könnte eine Displayschutzfolie vielleicht die Ablesbarkeit des Oregon bei Lichteinfall verbessern? Hast du da vielleicht Erfahrung?

    Viele liebe Grüße
    Christof (Geonick Laogai, retired)

    • ehnatnor | Jens 18. Januar 2013 um 10:59

      Hallo Christof,

      danke für dein Feedback!

      Tatsächlich hatte ich mir zum Oregon 450 eine eigentlich gut bewertete Display-Schutzfolie bei Amazon bestellt. Allerdings hat diese Folie nach meinem subjektivem Eindruck das Bild enorm verschlechtert.
      Bei einer Fahrradtour bei normalenm Tageslicht mit leichter Sonneneinstrahlung war in verschiedenen Winkeln mit der Folie auf dem Display ohne die volle Hintergrundbeleuchtung fast nichts zu erkennen.
      Ohne die Folie, die ich nach einigen Kilometern entnervt entfernte, sah man mit und ohne Hintergrundbeleuchtung deutlich mehr, als zuvor.

      Viele Grüße aus Münster,
      Jens

      P.S.: Bist du DER Laogai? Der ehemals erste „Approver“ Deutschlands?

  10. Christof | Laogai 19. Januar 2013 um 00:37

    Hallo Jens,

    danke für die schnelle Antwort!
    Dann also ohne Displayschutzfolie. Wir werden das Oregon sicherlich auf unseren Touren in der nächsten Zeit ausgiebig testen.

    Viele Grüße
    Christof

    PS zum PS: DER bin ich.

  11. Jochen Schmidt 21. März 2013 um 11:19

    Hallo Jens,
    danke für Deine kompetente Einschätzung des etrex 30. Ich bin seit vielen Jahren Nutzer und Anhänger des eTrex Vista HCx. In allen Foren und auch von mir wird es hochgelobt. Leider hat das Gerät einen Produktionsmangel: Die Gummiummantelung löst sich mit der Zeit ab. Garmin Östereich bietet wohl für das überaus beliebte Gerät ein Reparaturset an. Garmin Deutschland ist bereit, es gegen ein etrex 30 zu tauschen.
    Nach Deinen Ausführungen zum etrex 30 sollte ich mich vielleicht lieber mit meinem alten Vista HCx arrangieren, samt meiner vorhandenen Fahrradhalterung und vieler Karten und nicht auf das etrex 30 umsteigen. Was meinst Du? Deine Meinung würde mich interessieren.

    Viele Grüße aus Berlin
    Jochen

    • ehnatnor | Jens 22. März 2013 um 04:27

      Hallo Jochen,

      danke für dein Feedback!
      Die Probleme mit der Gummierung bei der „alten“ eTrex-Reihe sind mir aus eigener leidvoller Erfahrung gut bekannt. Allerdings weiß ich von einigen Bekannten, die auch noch die alten eTrexe nutzen, dass sie es trotz des Alters gegen kein neues Gerät eintauschen wollten.
      Wenn du also ein funktionstüchtiges, altes eTrex besitzt, hat die neue Serie aus meiner Sicht nicht ausreichend Argumente für einen Umstieg … zumal die Kosten ja nicht unerheblich sind. Allerdings empfand ich damals das ständige Ablösen der Gummierung als ziemlich nervig und zudem hatte ich immer Klebereste an den Händen. Ausschlaggebend für einen Neukauf war bei mir allerdings ein Displayfehler, der bei meinem eTrex H irgendwann auftrat. Passenderweise wurde die neue eTrex-Serie angekündigt. 😉
      Für mich war das Gerät natürlich ein deutlicher Aufstieg im Gegensatz zum altem eTrex H. Preislich lag es zudem in meinem Budgetrahmen. Im Laufe der Zeit merkte ich allerdings leichte Schwächen, die sich aus meinem Nutzungsverhalten ergaben. Wenn man das GPS oft auf dem Rad nutzt, dann ist die neue eTrex-Reihe aus meiner heutigen Sicht nur bedingt einsetzbar. Lediglich die gute Ablesbarkeit des Displays war für mich ein Pluspunkt. Als sich dann das Oregon 450 preislich dem eTrex 30 annäherte entschied ich mich für den Umstieg, mit dem ich immer noch recht zufrieden bin. Größerer Bildschirm, Touch-Bedienung und einen etwas schnellere Prozessor machten es letztlich passend für mich.
      Aber es gibt sicher auch viele Nutzer, denen das eTrex 30 sehr gut passt. Es ist klein, leicht, hat eine sehr lange Batterielaufzeit und eine sehr gute Ablesbarkeit, selbst bei geringer Displaybeleuchtung. Zudem liegt es super in der Hand und ist hervorragend verarbeitet.

      Ich hoffe, dass ich helfen konnte.

      Viele Grüße aus Münster,
      Jens

  12. Jochen Schmidt 22. März 2013 um 13:09

    Hallo Jens,

    danke für Deine ausführliche Antwort. Ich werde wohl doch nicht umsteigen und das Problem mit der Gummierungsablösung mit einem doppelseitigen Industrieklebeband zu lösen versuchen. Es gibt dünne temperaturfeste Klebebänder, die gegen die Weichmacher im Gummi relativ resistent sind. Ich denke, dass die Auflösung des Klebers ein Weichmacherproblem ist.

    Mit besten Grüßen
    Jochen

  13. Vielen Dank für den Bericht. Was spricht deiner Meinung nach gegen das Dakota 20?

    Besten Dank,

    Gruß Andre

    • ehnatnor | Jens 1. Juli 2013 um 14:28

      Hallo Andre,

      in Bezug auf das Garin Oregon 450 spricht meiner ganz subjektiven Sicht nach folgendes gegen das Dakota 20:
      – Displaygröße: 450er > 7,6 cm Diagonale | Dakota 20 > 6,6 cm Diagonale
      – Auflösung: 450er > 240×400 Pixel | Dakota 20 > 160×400 Pixel (was auch an der geringeren Displaygröße liegen wird)
      – die zumindest gefühlt niedrigere (Prozessor)-Geschwindigkeit z.B. beim Kartenaufbau

      Zudem liegen Oregon 450 und Dakota 20 aktuell preislich (bei Amazon) nur fast 20 Euro auseinander. Für spräche daher aufgrund des Preis-Leistungsverhältnisses alles für das Garmin Oregon 450.

      In Bezug auf das eTrex 30 spricht wenig gegen das Dakota 20. Das Display des Dakotas ist größer (1 cm in der Diagonale) und hat einen Touchscreen anstatt eines Joysticks. Zudem ist die Auflösung um Längen höher. Und da der aktuelle Preis des eTrex 30 sogar noch ganz leicht oberhalb dem des Dakotas liegt, hat dieses ein besseres Preis-Leistungsverhältnis.
      Andererseits verfügt das eTrex über einen größere internen Speicher, was aber durch die günstigen Speicherkarten heutzutage wohl nur noch kaum ins Gewicht fallen dürfte.

      Letztendlich entscheidet aber meiner Meinung nach das Handling des Gerätes. Dem einen liegt das eTrex verdammt gut in der Hand, wohingegen ein Oregon schon vielleicht zu groß wäre … ganz zu schweigen von einem Montana. 😉 Dem anderen gefällt die Bedienung mit einem Joystick besser, als mit dem doch etwas trägen Touchscreen. Wiederum anderen spircht vor allem die bessere Ablesbarkeit des Displays bei Sonnenschein beim eTrex im Gegensatz zum Oregon und Dakota mehr an. Daher gibt es leider keine Empfehlung, welches Gerät im realen Leben besser ist, als das andere. Da smuss jeder für sich selbst herausfinden. Die reinen Zahlen auf dem Papier sagen leider nicht immer alles … 😉

      Viele Grüße,
      Jens

  14. Moin Jens, besten Dank für die ausführliche Schilderung. Werde mich mal auf dem Gebrauchtmarkt nach nem 450er oder nem Dakota 20 umsehen.

  15. Hallo Jens,

    ich lese momentan jeden Kommentar wegen dem Vergleich etrex 30 mit Dakota 20.
    Durch die vielen Kommentare kann ich mich nicht entscheiden welches gerät es werden soll.
    In Deinem Blog hier ist das ganze sehr kompetent beschrieben.
    Das Gerät soll ausschließlich zum Wandern genutzt werden.
    Welches Gerät wäre da besser?

    Im Voraus Danke für Deine Antwort

    Gruß
    Ralf