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Die Podcaster von „Geocaching Münsterland“ im Interview

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Geocaching Münsterland … der Podcast … Folge ..“

So oder so ähnlich beginnt seit 41 Folgen der Podcast „Geocaching Münsterland“. Mit nunmehr bestimmt etlichen Stunden Tonmaterial bereichern die beiden Münsterländer Geocacher neirolf (Florian) und Kuhwaidi (Rudi) die Online-Welt für uns Geocacher mit ihrem inzwischen recht populären Podcast. Unter www.Geocaching-Münsterland.de erscheinen im Abstand von jeweils etwa zwei Wochen ziemlich regelmäßig rund 20-minütige Podcast-Folgen der beiden.

Ich war selbst bereits zweimal zu Gast „im“ Podcast und durfte dabei einerseits für das Cache Rallye-Event 2012 in Münster werben und beteiligte mich zum anderen an dem Resümee der Messe Jagd und Hund im vergangenen Februar.

Ich stattete beiden nun im Ochtruper Büro von Kuhwaidi einen erneuten Besuch ab, um mal etwas über die Hintergründe und die Entstehungsgeschichte des Podcasts zu erfahren. Die Ergebnisse habe ich in einem Interview festgehalten.

  • Stellt euch doch mal vor!
  • neirolf: Geocaching .. mach ich das überhaupt?! 😉 Das ist das, was ich seit 2002 mache. Aber erst seit 2008 mit einem eigenen Account unter dem Nickname neirolf. Aber angefangen bin ich 2002 mit meinem Vater. Ich hatte damals überhaupt keinen eigenen Account. Das lohnte sich nicht, da nur mein Vater einen GPS-Empfänger hatte und wir somit eh zusammen unterwegs waren.
    Dann habe ich aber irgendwann das Fahrradfahren intensiviert und mir ein Garmin Edge 300 zugelegt. Zuerst nur zum Aufzeichnen und Vergleichen von gefahrenen Strecken. Mit der Zeit entdeckte ich, dass man da auch Koordinaten eingeben kann. Und nach etwa 100 Funden mit dem Gerät, deren Koordinaten ich alle per Hand eingegeben hatte, machte mich der Cacherkollege friederix darauf aufmerksam, dass es auf der Geocaching-Seite einen Knopf mit der Bezeichnung ”Send to GPS” gäbe. Wenig später nannte ich aber schon das Colorado 300 mein Eigen … und dann nahm das Unheil seinen Lauf … 😉 Am 31. August 2008 startete ich mit meinem eigenen Account.
  • Kuhwaidi: Ich kam 4 Monate später dazu, am 1. Januar 2009. Am Neujahrsmorgen sprach mich mein Schwager an, er wolle in den Stadtpark gehen. Etwas verständnislos erwiderte ich, dass der vorige Abend doch gar nicht so schlimm gewesen sei, dass er einen Katerspaziergang bräuchte. Er entgegnete, dass er ja auch ein paar Schätze suchen wollte. Wir setzten uns direkt an den PC, riefen Geocaching.com auf und ich richtete mir einen Account ein. Da es schnell und einfach gehen musste, nannte ich mich Kuhwaidi. Damals wohnten wir halt an der Straße “Kuhweide” in Ochtrup. Anschließend haben wir dann die drei Dosen gesucht, die es damals in Ochtrup gab.
    Nachdem ich so an meine ersten drei Funde kam, kaufte ich über eBay mein erstes GPS-Gerät, das Garmin eMap. Damit hab ich dann meine ersten 500 Dosen gefunden.
  • Wann habt ihr euch kennengelernt?
  • neirolf: Das erste Mal haben wir uns in Emsdetten auf einem der Stammtisch-Events getroffen. Ich glaube, das war der erste oder zweite Emsdettener Stammtisch. So Ende 2009.

  • Wie kam es dann zum gemeinsamen Podcast?
  • neirolf: Ich hatte ja schon im Februar 2009 mit den ersten Podcasts begonnen. Damals noch allein und über neirolf.de unter dem Titel ”Podcast aus dem Münsterland”.
  • Kuhwaidi: Ich richtete im Frühjahr 2010 erstmals die Cacherhochschule (CHS) aus. Irgendwann nach der zweiten oder dritten CHS hat Florian mich gefragt, ob wir mal einen Podcast rund um dieses Event machen wollen. Diesen zunächst einmaligen Podcast haben wir im Februar 2011 aufgenommen. Daraufhin hat mich Florian nochmal angesprochen, ob ich denn Lust hätte, mit ihm einen gemeinsamen, dauerhaften Podcast auf die Beine zu stellen. Alleine fehlte Florian ein wenig der Anschub. 😉
  • neirolf: Alleine einen Podcast zu machen, eine Viertelstunde zu reden, ist schwierig. Dafür immer wieder die Motivation zu finden und die Themen zu haben … das ist verdammt viel Arbeit. Irgendwann habe ich einfach mal über Twitter oder Facebook herumgefragt, ob jemand Lust hat, kontinuierlich beim Podcast mitzumachen.
  • Kuhwaidi: Irgendwie so lief das. Zu zweit hat man immer etwas weniger mit dem inneren Schweinehund zu kämpfen. Und das Ganze wird auch etwas lockerer.
  • neirolf: Und vor allem, wenn ich jetzt während der Podcast-Aufnahme mal nachdenke, dann kann Rudi das ausfüllen und umgekehrt. Alleine ist das immer etwas schwierig.
  • Kuhwaidi: Ein Podcast zu zweit ist auch für die Zuhörer angenehmer, als wenn man immer nur ein und derselben Person zuhören muss.
  • neirolf: Den ersten gemeinsamen Podcast unter dem Titel “Geocaching Münsterland” haben wir dann am 18. August 2011 aufgenommen.
  • Gibt es einen Grund für die eher kurze Länge eurer Podcasts?
  • neirolf: Aufmerksamkeitsspanne!
  • Kuhwaidi: Es gibt einige Kollegen, die machen Podcasts mit einer Länge von zwei Stunden plus x. Da hab ich das Problem, dass ich die Dinger dann nicht hören kann. Gefühlt ist mir das zu lang. Deshalb entschieden wir uns für dieses eher kurze, aber kompakte Format.
  • neirolf: 20 Minuten kann man gut im Auto hören … und man muss ja nicht alles so elendig weit ausschmücken.
  • Ist euer Zwei-Wochen-Rhythmus bewusst gewählt?
  • neirolf: Am Anfang hat der Rhythmus ja super funktioniert. Er ist einfach der Tatsache geschuldet, dass wir das Ganze nicht in Stress ausarten lassen wollten.
  • Kuhwaidi: Wenn wir uns für einen Podcast pro Woche entschieden hätten, wäre es für uns Stress geworden. Aber nur eine Folge im Monat wäre wohl zu wenig. Von daher fanden wir einen zweiwöchigen Abstand ganz passend. Im Moment haben wir allerdings eher das Problem, dass es nur alle vier Wochen klappt. Aber das Ganze ist ja ein selbstgesetztes Ziel. Meistens klappt es den Rhythmus einzuhalten, manchmal halt nicht. 😉
  • Habt ihr eindeutige Themenschwerpunkte?
  • neirolf: Wenn man uns hört, könnte man denken, dass wir den Schwerpunkt auf dem Thema “Naturschutz” haben.
  • Kuhwaidi: Da hat es sich aber durchaus hin entwickelt.
  • neirolf: Wobei wir da schon drauf achten, dass dieses Thema nicht zu bestimmend wird. Hin und wieder versuchen wir auch mal eine Folge zu machen, in der das Thema Naturschutz überhaupt nicht vorkommt. Wir wollen schon vermeiden, dass wir in unseren Podcasts nach dem Motto rüberkommen: “Du sollst, du darfst nicht usw…”.
    Die grundlegende Idee war, einen Podcast zu machen, der die Themen der Region behandelt. Ist natürlich schwierig, weil man viele Dinge hat, die überregional sind.
  • Woher bekommt ihr eure Themen und Infos?
  • Kuhwaidi: Ich kenne jemanden, der da ganz gut vernetzt ist. 😉 Und ich lese halt bei Facebook und bekomme über Google Alerts alles Mögliche, was mit Geocaching zu tun hat. Und das, was für mich interessant aussieht, schaue ich mir dann mal genauer an … natürlich nicht jeden Artikel zur neuen Freizeitbeschäftigung der Pfadfinder aus Sowieso. 😉
    Die meisten Themen ergeben sich aber relativ spontan. Eine Zeit lang haben wir wirklich versucht eine Art Fahrplan vorher zu machen. Aber heute läuft das wirklich oft sehr kurzfristig.
  • neirolf: Ich hab seit ein paar Folgen ein Themenbuch immer dabei. Wenn mir zwischendurch mal ein Thema einfällt, wird das dort für die nächste Folge notiert.

  • Hört ihr selbst noch andere GC-Podcasts?
  • neirolf: Dadurch, dass ich an meinem neuen Wohnort anfangs eine sehr schwache DSL-Leitung hatte, habe ich meinen Podcast-Konsum ganz stark zurück geschraubt. Inzwischen lade ich aber wieder einiges herunter, packe es auf mein iPhone und höre es auf dem Weg zur Arbeit im Auto. Bei weitem aber nicht mehr so regelmäßig.
  • Kuhwaidi: Wenn ich viel mit dem Auto unterwegs bin, höre ich auch viele Podcasts. Aber es gibt auch Phasen, in denen ich kaum unterwegs bin. Dann höre ich auch mal einige Wochen lang gar nichts.
  • Euer Podcast ist inzwischen recht populär. Wie hoch ist eure Reichweite?
  • Kuhwaidi: Wir haben damals gesagt, wir machen erstmal fünf Folgen und schauen, wie sich das Ganze entwickelt. Nach der fünften Folge hatten wir bereits über 500 Hörer. Das war dann der Punkt, an dem wir merkten, dass offensichtlich Interesse besteht und wir weitermachen können. Wenn nur 30 oder 40 Leute zugehört hätten, gäbe es diesen Podcast heute wohl nicht mehr.
  • neirolf: Von den reinen Zahlen her liegen wir pro Folge bei ungefähr 1.500 bis 1.700 Downloads.
  • Kuhwaidi: Am Anfang ging es sehr steil hoch, sehr schnell auf einen hohen Wert.
  • neirolf: Ich hätte nie damit gerechnet, dass wir jemals solche Downloadzahlen erreichen würden.
  • Kuhwaidi: Dafür dass der Podcast “Geocaching Münsterland” heißt und das Münsterland nun vielleicht nicht gerade der Nabel der Welt ist, ist die Reichweite schon beachtlich. Das Ding wird bis nach Süddeutschland und Österreich gehört. Und oft werden wir nach dem Motto angesprochen: “Dich kenn’ ich doch aus dem Podcast.”
  • Was ist inzwischen anders, als am Anfang?
  • Kuhwaidi: Wir schaffen es nicht mehr so regelmäßig, seitdem Florian weggezogen ist.
  • neirolf: Das in jedem Fall. Dass ich damals nur 15 Minuten von Ochtrup entfernt wohnte, machte es natürlich einfach. Zudem hatte ich als Referendar deutlich mehr Zeit als jetzt. Da konnte so ein 20-minütiger Podcast auch mal mehr als vier Stunden dauern. Mit Vorbereitung und Nachbereitung … 😉
  • Kuhwaidi: Treffen, Podcast aufnehmen und wieder wegfahren, haben wir eigentlich nie gemacht.

Ich danke herzlich den beiden Podcastern neirolf und Kuhwaidi und verweise hiermit auch ausdrücklich auf die neueste Folge von „Geocaching Münsterland“.
Und um mit den Worten der beiden zu enden …

In dem Sinne … bis die Tage – Bis bald, im Wald.

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